Schritte auf dem Weg zur Schule zur Zukunft

Wir wollen eine gerechtere und nachhaltigere Bildungspolitik. Mit einem Bündel kurzfristig machbarer, mittelfristig erreichbarer und langfristig anzustrebender Maßnahmen wollen wir den drängenden bildungspolitischen Herausforderungen begegnen. Um einen Bildungserfolg zu erzielen, müssen verbindliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dazu gehört die konsequente Verringerung der Klassengrößen ebenso wie die Erhöhung der Zahl der Lehrkräfte und die Einführung echter Ganztagsschulen.
- Eine Offensive für kleinere Klassen an allen Schulen
Bildungsminister Kessler monierte noch als GEW-Vorsitzender zu Beginn des laufenden Schuljahres die „nach wie vor übergroßen Klassen an Gymnasien und Gesamtschulen, die mit 27 bis 28 Schüler pro Klasse bundesweit negative Spitzenwerte erreichen“. Aber auch an den Erweiterten Realschulen sind 35 Schüler in der 7. und 8. Klasse keine Ausnahme – ein großes „Lern-Hindernis“ für viele Schülerinnen und Schüler. Selbst der Klassenteiler für Grundschulen bleibt trotz gegenteiliger Ankündigungen unverändert – ausgerechnet in der Schule, die unverzichtbares Fundament für die Bildungslaufbahn der Kinder ist.
Um kleinere Klassen an allen Schulen zu schaffen, fordern wir:
o die sukzessive Absenkung des Klassenteilers für alle Schulformen zur deutlichen
Verbesserung der Schüler-Lehrer-Relation;
o die Erhaltung von Schulstandorten durch Zulassung zeitlich begrenzter
unterfrequentierter Klassen;
o Priorität für soziale Brennpunkte: kleinere Klassen unter Berücksichtigung schwieriger
Verhältnisse bei Schulen in Ballungsräumen
o die Verbesserung der individuellen Förderung in kleinen Lerngruppen, d.h. mehr
Chancengleichheit insbesondere für Kinder aus bildungsarmen Verhältnissen, für
Kinder mit Migrationshintergrund etc.
o die Nutzung aller Möglichkeiten des jahrgangsübergreifenden Unterrichts.
- Mehr Lehrerinnen und Lehrer an allen Schulformen - nachhaltige Personalplanung
statt Stellenstreichungen

Der Landeshaushalt muss ein klares Signal zur Einstellung von Lehrkräften in allen Schulformen setzen, verbunden mit einer "Lehrerfeuerwehr", die diesen Namen auch verdient. In keiner Schulform ist eine Streichung von Lehrerstellen zu verantworten. Damit folgen wir dem früheren Credo des heutigen Bildungsministers. Um den Bedarf an Lehrkräften zu decken und strukturellen Lehrermangel zu beseitigen, sind zusätzliche Lehrerstellen in allen Schulformen notwendig und Stellenstreichungen oder - verschiebungen zu vermeiden. Nur so werden kleinere Klassen möglich und die Schüler-Lehrer-Relation verbessert.
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Was wir wollen ? An Grundschulen, Förderschulen, Gesamtschulen,
Erweiterten Realschulen, Gymnasien und an beruflichen Schulen