Was wir wollen ?

An Grundschulen:


Gerade im Grundschulbereich steigt die befristete Beschäftigung an, es gibt kaum Perspektiven für Nachwuchskräfte und keine zusätzlichen Stellen zur Umsetzung der so genannten "Kleinere-Klassen-Garantie". Eine Verbesserung im pädagogischen Bereich ist keinesfalls sichtbar. Weiterhin fehlen die personellen Voraussetzungen zur optimierten Verzahnung von Kindergarten und Grundschule. Vor allem im Grundschulbereich ist eine Stellenaufstockung notwendig, um Klassengrößen und Unterrichtsverpflichtung zu senken, um befristete Verträge durch ordentliche
Planstellen zu ersetzen und um eine genügend große mobile Lehrerreserve zu erhalten.


An Förderschulen:

Wir wollen die Integration von Schülern mit Behinderung an Regelschulen ausbauen - auch vor dem Hintergrund der Umsetzung der UN-Konvention. Förderunterricht findet an vielen Grundschulen gar nicht mehr statt, die Schülerzahlen an Förderschulen steigen. Die Zahl der Förderlehrkräfte muss daher entsprechend erhöht werden. Zur Gewährleistung von ausreichenden Sprachfördermaßnahmen schon im Kindergarten ist das Angebot an ausgebildeten Sprachheillehrkräften auszuweiten.

 

An Gesamtschulen, Erweiterten Realschulen und Gymnasien:

Angesichts der Tatsache, dass immer noch an vielen Schulen permanent Unterricht ausfällt, können weder Eltern noch Schulen Stellenstreichungen nachvollziehen. Der Bedarf ist nach wie vor groß. Ein Verbleiben der Lehrerstellen "im System" ist dringend geboten. Verschiebungen zu Lasten einzelner Schulformen sind das falsche Signal. Auch muss der unrühmliche Trend aufgehalten werden, zunehmend befristete Arbeitsverträge statt fester Planstellen für Lehrkräfte anzubieten. Nachwuchskräfte brauchen Zukunftsperspektiven, sonst ist der Abwanderung Tür und Tor geöffnet.


An Beruflichen Schulen:


Seit Jahren sind die Beruflichen Schulen das Stiefkind der Schulpolitik. Struktureller Lehrermangel, verbunden mit massivem Unterrichtsausfall, kann nicht weiter hingenommen werden. Vor allem in den allgemeinbildenden Fächern, in Fremdsprachen, Religion und Sport fallen laut Verbänden im Schnitt wöchentlich 1800 Unterrichtsstunden aus, weil die Schülerzahl seit Jahren ansteigt und kaum zusätzliche Stellen geschaffen wurden. Eine Trendwende ist notwendig. Dazu gehört eine spürbare Erhöhung der Stellen an den Schulen, aber auch an den Ausbildungsseminaren.


Unterstützungssysteme mit Schulsozialarbeitern und Schulpsychologen
Diese sollen an allen Schulen fest installiert und funktionsfähig sein.


Echte Ganztagsschulen als zentraler Beitrag für bessere und gerechtere Bildung

Bei den Ganztagsschulen besteht im Saarland Nachholbedarf.Ganztagsschulen bieten bessere Rahmenbedingungen für den "Lebensraum Schule", bessere Möglichkeiten, den Unterricht auf Vor- und Nachmittag zu verteilen, den Schulalltag besser zu rhythmisieren und Hausaufgabenbetreuung in der Schule zu leisten statt in der Nachhilfe. Mit Etiketten wie freiwillige Ganztagsschule und Ganztagsklassen wird derzeit bei der Ganztagsbetreuung auf Verpackungen gesetzt, in denen "Ganztagsschule" lediglich drauf steht, aber nicht drin steckt. Wir fordern die "Echte Ganztagsschule mit pädagogischem Konzept" flächendeckend, bedarfsgerecht und wohnortnah.


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Was wir wollen ? Lernmittelfreiheit statt Schulbuchgebühren ! Verbesserung der Lehrerbildung und Besoldungsgerechtigkeit